Montag, 29.6. von 10-11 Uhr mit René Asché, Vorsitzender
Straßenmusik bei Familie Blappert
Weiter geht’s am Sonntag, 26.7., um 18 Uhr. Dann nicht nur mit Musik: Unser Freund Wilfried bringt seinen frechen Kollegen Oskar mit. Soviel sei verraten: Es wird witzig! Kontakt: Roman Blappert, 07243 – 14414.
Hilfe beim Umgang mit Behörden
Benötigen Sie Hilfestellung beim Ausfüllen von Formularen, Anträgen oder sonstige Unterstützung mit Behörden/Ämtern. Herr Rieder vom Bürgerverein Neuwiesenreben bietet gerne seine Hilfe an, und das ehrenamtlich, leistet aber keine Rechtsberatung. Er ist telefonisch unter 07243 15890 erreichbar.
Walking mit Frau Dubac
Jeden Montag um 9:30 Uhr kommt unsere fröhliche Walking-Gruppe zusammen, um sich gemeinsam zu bewegen, die Natur zu genießen und nette Gespräche zu führen – unabhängig von Alter oder Tempo. So starten wir gut gelaunt in die neue Woche. Einfach Schuhe schnüren und mitmachen, wir freuen uns auf Sie! Treffpunkt ist der Bürgertreff am Berliner Platz, Neuwiesenreben. Info Ingeborg Dubac, Tel. 07243 65453 (AB).
Gesundheitskurse im Bürgertreff Neuwiesenreben
Fit am Stuhl
Die Sitzgymnastik bringt nicht nur Spaß für alle, sondern die Bewegung hat viele positive Auswirkungen auf Körper und Geist. So soll sie uns helfen, kräftiger und beweglicher zu werden, die Koordination zu fördern und zu erhalten und die Grob- und Feinmotorik auszubauen. Außerdem helfen gezielte Übungen gegen Schmerzen, sie mobilisieren und dehnen uns
Kurs 1: donnerstags von 15.00 bis 16.00 Uhr
Kurs 2: dienstags von 14.00 bis 15.00 Uhr
Pilates
Pilates ist eine sanfte, aber überaus wirkungsvolle Trainingsmethode für Körper und Geist. Grundsätzlich können alle motorischen Grundeigenschaften wie Kraft, Beweglichkeit, Koordination, Schnelligkeit und Ausdauer durch das Training mit der Pilates-Methode gefördert werden. Wer Pilates trainiert, ändert bald seine Bewegungs- und Haltungsgewohnheiten und nimmt so das Training mit in den Alltag. Für diesen Kurs bringen Sie bitte eine eigene Matte mit.
Kurse mittwochs von 17.45 bis 18.45 Uhr und von 19.00 bis 20.00 Uhr.
Beide Kurse finden statt im Bürgertreff Neuwiesenreben am Berliner Platz
Infos für alle Kurse unter der Telefonnummer: 0724313420 oder 0179 8157107 (Irmi Vater)
Fit im Park
In Kooperation mit der Physiopraxis Auer findet jeden Freitag von 9:00 bis 9:45 Uhr das beliebte Outdoor-Training „Fit im Park“ statt. Ein abwechslungsreiches Programm stärkt Ausdauer, Kraft und Koordination – und es ist für alle Bewegungsfreudigen geeignet, kostenlos und ohne Anmeldung. Bitte wettergerecht kleiden. Treffpunkt: Spielplatz „Giraffe“ am Berliner Platz in Neuwiesenreben.
Die Morgentemperaturen sind oft angenehm, und moderates Training macht Spaß. Seien Sie diesen Freitag von 9:00 bis 9:45 Uhr beim Outdoor-Training „Fit im Park“ mit dabei! Kostenlos, ohne Anmeldung. Ort: Spielplatz am Berliner Platz.
Lesekreis
Der Lesekreis Neuwiesenreben hat bei seinem Treffen am 18.06 die Biographie „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ von Henning Sußebach diskutiert. (Ein Bericht davon kann auf den Internet-Seiten des Bürgervereins nachgelesen werden.)
Der ZEIT-Redakteur Sußebach hat das Leben seiner Urgroßmutter rekonstruiert, die im letzten Drittel des 19. und im 1. Drittel des 20. Jahrhunderts gelebt hat. Da er nur über ein paar Briefe und Fotos verfügt, erstellt er die Biographie anhand dessen, was er aufgrund der Lebensumstände in der damaligen Zeit für plausibel hält. Diese belegt er pointiert mit ausgewählten Zitaten, welche die betrachtete Zeit sehr informativ und zugleich unterhaltsam charakterisieren.
Anna Kalthoff ist als Bauernmädchen und Halbwaise in Westfalen, im Sauerland, aufgewachsen. Glückliche Umstände ermöglichten ihr eine Ausbildung als Lehrerin. In Cobbenrode, einem nicht weit entfernt liegenden Dorf, erhielt sie eine Anstellung an der örtlichen Schule und begann ihr Berufsleben mit einem kärglichen Gehalt und in einer Dachkammer, die, wie damals üblich, weder fließendes Wasser noch elektrisches Licht besaß. Zudem verlangte der preußische Staat von Lehrerinnen ein striktes Zölibat; es wurde davon ausgegangen, dass die Führung eines Haushaltes und die Erteilung von Schulunterricht nicht vereinbar waren.
In dieser Zeit wurde in Preußen die Infrastruktur aufgebaut, um die Landesteile zu verbinden. Eine Chaussee führte jetzt nach Cobbenrode und dort entstand eine Poststation, an der einmal täglich die Postkutsche hielt. Briefe konnten verschickt werden, Waren und Reisende kamen ins Dorf. Die Poststation wurde um einen Gasthof und ein Ladengeschäft erweitert, so wurde sie zum neuen Mittelpunkt des Dorfes. Sie wurde von der wohlhabenden Familie Vogelheim betrieben. Ihr ältester Sohn Clemens begann eine zunächst oberflächliche Liaison mit der ortsfremden und vier Jahre älteren Lehrerin. Schließlich heirateten sie.
Nach der Eheschließung schied Anna aus dem Schuldienst aus, um die Poststation zu führen. Die Ehe dauerte jedoch nur 90 Tage, da sich Clemens Vogelheim an einer defekten Erntemaschine tödlich verletzte. Er war der Haupterbe der Besitztümer seiner Familie, sein Testament sicherte Anna ein uneingeschränktes Nutzungsrecht zu. Sie war bereits schwanger und brachte einen Sohn zur Welt, dem sie den Namen des Vaters gab. Ihre umfangreichen Aufgaben hatte sie offensichtlich gut im Griff, denn ein Foto aus diesen Jahren zeigt die Anfangvierzigerin mit einem zufriedenen Gesicht, das frei war von Sorgenfalten.
Sie heiratete ein zweites Mal: Bernhard Raesfeld, den Schullehrer, der ihr nachgefolgt war. Er war ortsfremd wie sie und zudem zwanzig Jahre jünger. Mit Mitte vierzig gebar Anna ihr zweites Kind: die Tochter Maria ist die Großmutter des Autors. Von der Zeit bis zum 1. Weltkrieg ist wenig bekannt, es gibt ein nur Familienfoto, das die vier in einer vom Fotografen arrangierten Pose zeigt. Bernhard Raesfeld hat den Krieg überlebt. Als er zurückkam, ist er nicht mehr in den Schuldienst zurückgegangen, sondern hat gemeinsam mit Anna die Poststation geführt.
Ende der 20er Jahre übergab Anna die Station ihrem Sohn Clemens, der damit das väterliche Erbe antrat. Drei Jahre später starb sie an Brustkrebs: Anna Raesfeld, geborene Kalthoff, verwitwete Vogelheim. Ein erfülltes Leben in einer schwierigen Zeit ging abrupt zu Ende.
Die große Mehrheit des Lesekreises hat das Buch gerne gelesen, weil es einen Einblick in eine Zeit gibt, die noch nicht lange zurückliegt und die doch völlig anders war als die heutige.
Das nächste Treffen des Lesekreises findet am 17.07. um 19 Uhr statt. Er wird über „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Delius gesprochen. Das Buch handelt von einem Kellner in der DDR, der mit einem Segelboot flüchtet, um an sein Traumziel Syrakus zu gelangen. Gäste sind herzlich willkommen.